„Die Würde des Menschen ist unantastbar“ – für Demokratie und Rechtstaat – gegen Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus und Ausgrenzung in jeglicher Form

„Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist.

Als sie die Gewerkschaftler holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschaftler.

Als sie die Juden holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Jude.

Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.“

Martin Niemöller (1892 – 1984, Theologe, Mitglied Bekennende Kirche, Kirchenpräsident)

Das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland vom 23. Mai 1949 wurde unter dem Eindruck der grausamen Taten der Nazidiktatur und des Holocaust verfasst. In Artikel 1 heißt es: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“

Es ist Zeit, dass sich die schweigende Mehrheit in diesem Land lautstark zu diesem Grundrecht bekennt. Wir alle sind aufgerufen jenen Kräften entgegenzutreten, die Menschen mit Migrationshintergrund aus unserem Land deportieren wollen.

Demonstration auf dem Kornmarkt in Bad Kreuznach am 30.01.2024

Ja, die Politiker der AfD sind demokratisch gewählt. Aber sie sind keine Demokraten. Sie hetzen gegen Menschen mit Migrationshintergrund, verurteilen jene mit Behinderungen und Beeinträchtigungen. Sie ächten Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe, ihrer Religion, ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer politischen Gesinnung.

Christinnen und Christen sind aufgerufen, Farbe zu bekennen. Wir müssen uns für unsere Demokratie einsetzen, für unsere christlichen Werte, für Gleichheit, für Freiheit und für Gerechtigkeit. Das Credo der deutschen Theologin und Dichterin Dorothee Sölle „Die Politik muss in die Kirchen kommen“ ist aktueller denn je.

Steht für eure Überzeugungen ein. Sprecht in der Familie, am Arbeitsplatz, im Freundes- und im Bekanntenkreis über die aktuelle politische Situation. Zeigt klare Kante gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus.

Setzt euch ein für unsere christlichen Werte, für gegenseitigen Achtung des Menschen und Nächstenliebe. Unsere Gesellschaft braucht das Miteinander und nicht die Radikalisierung.

Dr. Thorsten Latzel (Präses der Ev. Kirche im Rheinland) in einem Facebook-Post vom 27. Januar 2024):

„Wer gegen Menschen mit Migrationshintergrund ist, ist gegen alle Menschen in Deutschland.

Wer gegen queere Menschen ist, ist genauso gegen alle Heteros.

Wer gegen Muslime oder Jüdinnen ist, ist genauso gegen alle Christen.

Wir stehen für eine offene, demokratische Gesellschaft, in der wir ohne Angst verschieden sein können.

Als Kirchen mischen wir uns nicht in Parteipolitik ein. Aber die Grundhaltung der AfD widerspricht zutiefst allem, wofür wir als Christ/innen stehen.

Die AfD ist keine Alternative, sie wäre der Abstieg für Deutschland!!

Als Evangelische Kirche im Rheinland engagieren wir uns für alle Menschen, die Hilfe brauchen: egal, wer sie sind, wie sie aussehen oder woher sie stammen.

Und das gilt selbstverständlich auch für Menschen, die zu uns fliehen und Schutz suchen.

Christus selbst war ein Flüchtlingskind und Fremder.

Nächstenliebe und Menschenrechte sind für uns unteilbar.

Wir lassen uns als freiheitliche, offene Gesellschaft nicht unsere Werte rauben!!

Für Demokratie, Offenheit, Nächstenliebe.

Gegen Extremismus, Hass und Hetze.

Nie wieder ist jetzt! Und morgen und die ganze Woche!

Lasst uns Hoffnungsträger füreinander sein.“

Dr. Christiane Albert-Gansera und Dr. Holger Werries

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