Du allein kennst das Herz aller Menschenkinder.
1. Könige 8,39

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Dass Gott unser Herz kennt und dass er weiß, wie es tief drinnen aussieht, davon bin ich überzeugt. „Du allein kennst das Herz aller Menschenkinder.“ Das ist das Bibelwort für den Monat Juni. Das betet der König Salomo, als er den fertigen Tempel in Jerusalem einweiht. Es geht Salomo darum, dass Menschen in diesem Tempel aus den verschiedensten Anlässen Gott anrufen werden.

Meistens werden es wohl bedrückende Anlässe sein. Salomo bittet Gott, er möge jedem dieser Menschen geben, wie er es verdient habe, „wie du sein Herz erkennst“, sagt Salomo und er fährt fort: „Denn du allein kennst das Herz aller Menschenkinder.“

Steckt da eine Art Gerechtigkeitssinn drin? Gerechtigkeit, von der viele Jahre später Jesus nichts wissen will? „Ich aber sage euch…“Wie sieht es in mir aus? Wie sieht es im Herzen meiner Liebsten, meiner Freunde, meiner Nachbarn aus? Wer weiß das schon?

Manchmal denke ich, einen Menschen sehr gut zu kennen. Bis dann eine neue Erfahrung alles zum Einsturz bringt. Enttäuschungen gehören zu unserem Leben, ja, manchmal erschüttern sie uns und manchmal verbittern sie uns Menschen.

Manchmal verstehe ich einen Menschen nicht. Ich kann nicht begreifen, wie er zu diesem oder jenem Verhalten kommt. Ich finde auch im Gespräch keinen Zugang zu ihm. Da hilft mir die Kenntnis: Gott kennt das Herz dieses Menschen. Und er kennt es nicht nur, sondern er kann es auch beeinflussen. Deshalb ist das Beste für mich; dass ich für diesen Menschen zu Gott bete.

Wenn ich mich auf diesen Bibelvers einlasse, dann kann das entspannend und erleichternd für mich sein. Denn es gibt Tage, an denen weiß ich selbst nicht, wie es in meinem Herzen aussieht. Aber dann diese Zusage: Gott kennt unser Herz, welch ein Trost für mich. Und so wünsche ich uns allen die Zuversicht, dass Gott unser Herz kennt, dass er weiß, was wir brauchen und dass er uns an jedem Tag begleitet.

Gott kennt das Herz aller Menschen. Ja, er durchschaut uns bis in die letzten Tiefen, wahrscheinlich bis in solche Tiefen, in die wir selbst gar nicht mit unserem Bewusstsein vordringen können. Wir können ihm nichts vormachen. Wir müssen ihm auch nichts vormachen. Wir dürfen wissen: Er liebt uns, so wie wir sind.

Prädikant Manfred Zuzak

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