Gedanken zum Monatsspruch April 2020

Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich.
1. Kor. 15,42

Bild von Pavlofox auf Pixabay

Es fasziniert mich jedes Mal neu, wenn an einem Getreidefeld vorbei gehe und mit der Hand über die heranreifenden Ähren streiche. Das waren alles einmal einzelne Körner, die sich da jetzt als Halme im Wind wiegen. Dieses Beispiel aus der Natur wird uns in der Bibel als Hinweis für unser Leben gegeben. Unser Körper ist wie ein Samenkorn, heißt es da. Und dieses Samenkorn wird einmal gesät werden. Das geschieht, wenn wir sterben.

Mit dem Tod wird das Leben abrupt beendet. Die Organtätigkeit hört auf, der Atem steht still und der Leib beginnt zu verwesen. Somit bedeutet der Tod zunächst einmal Trennung. Der Tod trennt einen Menschen von seiner Familie und von seinen Freunden. Er trennt aber auch die Seele und den Geist vom Körper. Unser Körper vergeht. Nach unserem menschlichen Begreifen ist damit das Leben aus. Nicht so bei Gott. Er, der Schöpfer von allem was lebt, hat sich das anders ausgedacht. Er wird jeden menschlichen Körper wieder vom Tod zum Leben auferwecken. Dabei spielt es für ihn keine Rolle, ob dieser Körper erst wenige Stunden oder schon Jahrtausende lang tot ist.

Die Bibel bezeichnet diesen Körper als „Samenkorn“ für den neuen, geistlichen Leib, den wir empfangen sollen. Oft bleiben im Alter nur noch Schwachheit, Pflegebedürftigkeit und Einsamkeit und doch schlummert in uns wie in einem Samenkorn das verborgene Leben in Gott! (Kol 3,3). So ist es auch mit der Auferstehung der Toten. Es wird gesät in Verweslichkeit und auferweckt in Unverweslichkeit, es wird gesät. Der Geist und die Seele des Menschen sind unsterblich. Daher bedeutet der Tod nicht das Ende der Existenz. Das Leben geht weiter. Jesus, der uns bis ins Alter trägt, verbürgt sich in seinem Wort dafür, dass er uns aus dem Tod ins Leben gebracht hat.

Prädikant Manfred Zuzak

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