Küssen verboten!

„Küssen verboten“. Erinnern Sie sich noch an diesen Erfolg der Gruppe „Die Prinzen“ in den neunziger Jahren? Der männliche Erzähler in diesem Lied hat uns seinerzeit nicht verraten, warum er, obwohl von den Frauen begehrt, einfach nicht geküsst werden will. Heute kennen wir gute Gründe.

Als die diesjährige Fastenaktion – 7-Wochen-ohne-Pessimismus – begann, war noch nicht abzusehen, was in diesem Jahr ihre wahre Bedeutung sein würde. Sieben Wochen ohne – ja, fast alles, nicht wahr? Sieben Wochen ohne Kontakte und für viele Geschäftsleute ohne Einkünfte. Nur essen und trinken dürfen wir und manch einer wird es in seiner Isolation auch tun. Was für eine schwere Zeit für Singles und Selbständige. Sieben Wochen ohne soziale und wirtschaftliche Grundlagen. Sieben Wochen ohne Vieles. Nur nicht ohne Sorge. Hoffentlich werden es nicht noch mehr.

So freut man sich über jeden Hoffnungsschimmer, sei er virologischer oder ökonomischer Herkunft. Gibt es nicht schon viele gute Nachrichten? Ich vertraue unserer Wissenschaft und auch unserer Ökonomie sehr.

Sieben Wochen ohne Pessimismus, heisst die diesjährige Fastenaktion. Jede Fastenaktion hat eine Kehrseite, sie lautet dies Jahr: Mit Zuversicht. Sieben Wochen ohne alles, aber nicht ohne Zuversicht, so reime ich mir das jetzt zusammen.

Also lese ich noch einmal das Materialheft zur Aktion und finde die Bibeltexte wieder, die für diese Zeit ausgewählt wurden. Hiob ist dabei, der zu seiner Zeit an einer schweren infektiösen Krankheit litt und, wie es damals üblich war, auf eine Art Müllhalde verbannt wurde. Jesus befindet sich im Freien, also in infektionsarmer Umgebung, als er in seiner Bergpredigt zum Gottvertrauen aufruft. Mich spricht besonders Psalm 62 an, vielleicht weil er zu dem eher stillen Leben passt, das wir gerade zuhause führen:

„Meine Seele ist stille zu Gott, der mir hilft. Denn er ist mein Fels, meine Hilfe, mein Schutz, dass ich gewiss nicht wanken. Hoffet auf ihn allzeit, liebe Leute, schüttet euer Herz vor ihm aus; Gott ist unsre Zuversicht.“

Herzliche Grüße, Ihr Joachim Deserno

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