Auf ein Wort

Vorsicht Baustelle!

So dachte ich in den vergangenen Monaten hin und wieder. Alles war im Umbau, auch wenn die Arbeit weiterging und das Geschäft sozusagen nie geschlossen war. Und was heißt schon fertig?

Auch der Gemeindebrief ist in der Entwicklung. Als Ausdruck dessen haben wir uns für ein provisorisches Titelbild entschieden, das mich an ganz alte Zeiten erinnert. Damals war der Klebestift ein wichtiges Hilfsmittel, als wir mit ein paar Leuten jede neue Ausgabe zusammenklebten.

Wenn ich es mir recht überlege, war immer irgendetwas in Bewegung. Bin ich eigentlich noch derselbe wie vor 20 oder 30 Jahren? So vieles hat sich geändert und bei vielen Aspekten würde ich sagen: Zum Glück. vielleicht geht Ihnen das auch so: Es war nicht alles schlecht, aber man hat doch dazugelernt.

Heute spricht man auch gerne von Entwicklung. Aber ich hoffe gleichzeitig, dass wir sagen können: Irgendwie sind wir auch noch die Alten.  Und dass bei allen Veränderungen unserer Kirche und unserer Gemeinde etwas wiedererkennbar und auch stabil bleibt, auf unserer Fahrt durch das Meer. Erinnern Sie sich an dieses Lied? Es kam mir gerade in den Sinn und gehört wohl jetzt hierher, das  Lied aus meiner Konfirmandenzeit: „Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt.“

Es fährt bekanntlich durch das Meer der Zeit. Das Ziel, das ihm die Richtung weist, heißt Gottes Ewigkeit. Es lohnt sich, die Strophen wieder einmal zu lesen. Denn „da wo man das Laute flieht und lieber horcht und schweigt, bekommt von Gott man ganz gewiß den rechten Weg gezeigt.“ Das Lied muss alt sein, denn es ist noch von Pflicht die Rede.

Ich notiere schon mal, dass dieses Lied aus dem Jahr 1960 von Martin Gotthard Schneider bei unserem Einführungsgottesdienst für das neue Presbyterium auf der Tafel steht. Denn nur für den Fall, dass uns  “Einsamkeit bedroht“ oder „Angst überfällt“, lesen wir dort: „Viel Freunde sind mit unterwegs auf gleichen Kurs gestellt. Das gibt uns wieder neuen Mut, wir sind nicht mehr allein. So läuft das Schiff nach langer Fahrt in Gottes Hafen ein.“ Als Konfirmand hat mich das berührt, und das tut es heute auch noch.

Joachim Deserno

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